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Das Ende der Individualität – Websites von der Stange

Höher, schneller, weiter – heute muss alles sofort passieren, es muss größer und schöner sein, als alles andere. Das Streben nach Superlativen hat Hochkonjunktur.

Wir legen größten Wert auf Individualität und Einzigartigkeit. Wir wollen uns von der großen Masse abheben – optisch, wie qualitativ. Unser Unternehmen braucht einen ausgefallenen Namen, der sich schnell einprägt und unser Logo soll binnen kürzester Zeit das Stadtbild prägen. Schau her, Welt! Hier bin ich, ich bin jemand, mich kriegt hier niemand weg! Ich bin der kapitalste Hirsch am Platze!

Nichts spricht gegen diesen Anspruch. Im Gegenteil! Aus unternehmerischer Sicht ist dieses Selbstbewusstsein unerlässlich. Nur auf diese Weise lassen sich große Visionen in die Tat umsetzen. Microsoft, Apple, Facebook & Co wären ohne diesen Anspruch heute niemals in der Position, in der sie sich befinden.

So weit, so gut. Jetzt haben wir also unser Unternehmen, genügend Selbstvertrauen haben wir auch. Es ist also alles vorhanden, was wir brauchen, um so richtig durchzustarten. Nun breitet sich aber ein fataler Trend aus, der allen Ansprüchen zum Trotze der Individualität unserer Firmenidentität den Garaus macht. Verdammt! Was ist da nur passiert?

Ganz einfach: wir mussten mal wieder alles von jetzt auf gleich haben. Haben wir uns noch bei der Kreation des Firmenlogos richtig Mühe gegeben, hatten wir doch schon bei der Erstellung der Website weder die Geduld, noch das Know-How, um ein Endprodukt ins Netz zu stellen, das unseren ursprünglich so hohen Ansprüchen auch nur im Ansatz entsprach. Also sind wir auf einen Zug aufgesprungen, der, wie wir es von Bildern der indischen Eisenbahn kennen, hoffnungslos überfüllt war. Wir haben unsere Website im Baukastenprinzip erstellt! (Scream!)

Dieses Baukastenprinzip wird von den meisten Webhostern im Rahmen eines Hosting-Paketes kostenlos zur Verfügung gestellt. Beworben wird das Ganze zumeist mit Schlagworten, wie: ‚die eigene Website mit ein paar Klicks‘. Inzwischen wird es fast schon zum Problem, einen Webauftritt ohne diese vermaledeiten Tools zu kreieren. Oft muss man sich durch eine Flut von ‚Nein-danke‘-, ‚Danke-vielleicht-später‘- und ‚Schließen‘-Buttons klicken, um diese Fatalität überhaupt zu überwinden.

Und so funktioniert das System: Man sucht sich aus einer Liste die passende (oder eine vergleichbare) vorgegebene Branche aus, bekommt dann eine Auswahl von ein paar verschiedenen Grunddesigns und kann dann entscheiden, ob man bereits vorgefertigte oder eigene Texte benutzen möchte. Richtig „gute“ Systeme bieten die Möglichkeit, Hintergrundbilder auszutauschen. (Yeah!)

Leider haben findige Hochstapler den Trend und die Einfachheit dieser Tools erkannt und bieten zu scheinbaren Dumpingpreisen Websites von der Stange als Eigenkreationen mit langfristigen technischen Support-Verträgen an. Tatsächlich zahlt der gutgläubige Auftraggeber aber horrende Summen dafür, dass der Dienstleister lediglich ein paar Klicks im virtuellen Raum ausführt.

Es wabert eine Frage durch den Raum, die keine rationale Antwort kennt: Wie soll solch ein Baukasten für jeden einzelnen der zahlreichen Fahrgäste eine einzigartige Website bereithalten?

Das kann nicht funktionieren. Und an dieser Stelle stirbt die Individualität. Sie geht quasi in den Freitod. Hier beginnt nämlich die große Gleichmache, sieht doch eine Website, wie die andere aus. Und noch während wir verdutzt darüber nachgrübeln, warum unser Business nicht so richtig in Schwung kommen will, sind wir bereits im Einheitsbrei der breiten Masse untergegangen. Unser liebevoll erstelltes Firmenlogo haben wir auf der Website erst gar nicht untergebracht – es hat halt optisch nicht in die Formatvorlagen reingepasst. Das Briefpapier will sich auch nicht so richtig in das Gesamtkonzept einfügen, gehen doch Website und Logo stilistisch zu weit auseinander. Und weil ohnehin schon nichts zusammenpasst, haben wir zu allem Überfluss auch noch unsere Visitenkarten an der Druckmaschine am Hauptbahnhof erstellt. Jetzt sitzen wir da und sind traurig. Zu Recht!

Betrachten wir das Problem einmal von einer anderen Warte. Was macht einen Armani-Anzug so außergewöhnlich? Ganz einfach. Er ist qualitativ hochwertig angefertigt. Er wird seinem Träger angepasst und auf seine körperlichen Eigenheiten ganz individuell zugeschnitten. Es werden nur die besten Materialien verwendet. Er kommt nicht von der Stange! Das hat natürlich seinen Preis. Aber das sieht man auch! Er hebt sich von der Masse ab. Und das nicht einfach nur ein bisschen, sondern richtig. Er sagt: „Schau her, Welt! Hier bin ich, ich bin jemand, mich kriegt hier niemand weg! Ich bin der kapitalste Hirsch am Platze!“ Und: Er lebt länger, als seine „Konkurrenz“ von der Stange.

Aus dem Armani-Vergleich lässt sich eine Quintessenz ziehen. Im Idealfall lässt man das Corporate Design komplett von einer einzigen (seriösen) Agentur erstellen. Das beinhaltet also nicht nur die Website, sondern auch Dinge, wie das Logo, die Visitenkarten, das Briefpapier, Kurznotizen, Firmenbekleidung usw. Denn nur, wenn alles aus einer Hand kommt, kann man sicher sein, dass alles wirklich aufeinander abgestimmt ist. Es wirkt einfach viel professioneller, wenn alles aus einem Guss kommt und auf den ersten Blick mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden kann.

Ja, auf den ersten Blick mag das etwas teurer wirken. Aber das ist es nicht. Insbesondere kleinere Agenturen bieten inzwischen Komplettpakete zu durchaus bezahlbaren Preisen an. Selbst auf mittlere Sicht ist das deutlich günstiger. Anlaufzeiten reduzieren sich auf ein Minimum, alles passt stimmig zusammen, das Unternehmen wirkt von vornherein professionell und kompetent. Nur so hebt man sich von der Masse ab. Nicht nur ein bisschen, sondern richtig!

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